KI-Telefonanlage für Arztpraxen: Entlastung für Ihr Praxisteam am Telefon

Termine, Folgerezepte und Überweisungen: Die KI nimmt Anrufe an, sortiert nach Anliegen und Dringlichkeit und gibt alles strukturiert an Ihr Team weiter.

Morgens um acht in der Praxis: Am Empfang stehen Patienten mit Versichertenkarte, im Wartezimmer warten die ersten Termine, und gleichzeitig klingelt das Telefon ohne Pause. Medizinische Fachangestellte müssen zwischen Tresen und Hörer wechseln, Anrufer hängen in der Leitung oder geben auf. Dabei geht es bei den meisten Anrufen um wiederkehrende Anliegen: Termine, Folgerezepte, Überweisungen.

Eine KI-Telefonanlage nimmt diese Anrufe an, auch mehrere parallel, klärt das Anliegen, sortiert nach Dringlichkeit und gibt alles strukturiert an Ihr Praxisteam weiter. Was ärztliche Entscheidung braucht, bleibt beim Menschen. Ihre bestehende Praxisnummer bleibt erhalten.

Typische Anrufe in der Arztpraxis

  • Termine: Neue Termine, Verschiebungen und Absagen. Die KI fragt nach Anlass, gewünschtem Zeitraum und ob der Patient schon in der Praxis bekannt ist.
  • Folgerezepte: Patienten bestellen Dauermedikation nach. Die KI erfasst Medikament, Dosierung und Abholwunsch oder E-Rezept und legt die Anfrage zur ärztlichen Freigabe vor.
  • Überweisungen: Die KI nimmt auf, zu welcher Fachrichtung überwiesen werden soll und für welches Quartal.
  • Befundnachfragen: Laborwerte und Befunde gibt die KI nicht heraus. Sie nimmt den Rückrufwunsch auf und leitet ihn an die Praxis weiter.
  • Krankmeldungen: Die KI erfasst das Anliegen und die Kontaktdaten. Ob eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausgestellt wird, entscheidet die Ärztin oder der Arzt.
  • Organisatorisches: Öffnungszeiten, Urlaubsvertretung, Anfahrt, mitzubringende Unterlagen. Diese Fragen beantwortet die KI direkt, auf Wunsch auch in mehreren Sprachen.
  • Anrufe von Fachstellen: Kliniken, Labore, Apotheken und Pflegedienste werden erkannt und bevorzugt an das Praxisteam durchgestellt.

Was die KI übernimmt und was nicht

Die KI-Telefonanlage ist Ihre Telefonzentrale, nicht Ihre Ärztin oder Ihr Arzt. Diese Grenze legen wir bei der Einrichtung klar fest:

  • Die KI übernimmt: Anrufannahme, Klärung des Anliegens, Abfrage der nötigen Angaben, Weiterleitung und Dokumentation.
  • Die KI übernimmt nicht: Diagnosen, medizinische Einschätzungen, Therapieempfehlungen oder die Herausgabe von Befunden.
  • Notfälle: Schildert ein Anrufer Beschwerden, die nach einem Notfall klingen, etwa Brustschmerzen oder Atemnot, verweist die KI sofort auf den Notruf 112. Außerhalb der Sprechzeiten nennt sie zusätzlich den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117. Beides wird bei der Einrichtung fest hinterlegt.
  • Durchstellen: Für dringende Anliegen während der Sprechzeiten legen Sie fest, wann die KI direkt an das Praxisteam verbindet und wer sofort benachrichtigt wird.

So entsteht eine klare Anrufverteilung mit KI: Routineanliegen landen gesammelt und vorsortiert bei Ihrem Team, dringende Anliegen sofort.

Beispieldialog: Folgerezept und Termin

So kann ein Gespräch mit der KI-Telefonanlage einer Hausarztpraxis ablaufen (Beispiel zur Veranschaulichung):

KI: Guten Morgen, Sie sind mit der Praxis verbunden. Ich bin die digitale Telefonassistenz und nehme Ihr Anliegen auf. Wie kann ich helfen?

Anrufer: Ich brauche mein Blutdruckmedikament wieder, und ich wollte auch einen Termin zur Kontrolle.

KI: Gerne. Sind Sie bereits Patient in unserer Praxis? Dann nennen Sie mir bitte Ihren Namen und Ihr Geburtsdatum.

Anrufer: (nennt Namen und Geburtsdatum)

KI: Danke. Welches Medikament und welche Stärke nehmen Sie?

Anrufer: (nennt Medikament und Stärke)

KI: Ich gebe die Rezeptanfrage zur ärztlichen Freigabe weiter. Möchten Sie das Rezept als E-Rezept auf Ihre Versichertenkarte oder holen Sie es in der Praxis ab?

Anrufer: Als E-Rezept, bitte.

KI: Notiert. Für die Blutdruckkontrolle: Passt Ihnen eher vormittags oder nachmittags, und in welcher Woche?

Anrufer: Nächste Woche vormittags.

KI: Ich gebe Ihren Terminwunsch an das Praxisteam weiter, Sie erhalten eine Bestätigung. Gibt es sonst noch etwas?

Anrufer: Nein, danke.

KI: Dann wünsche ich Ihnen einen guten Tag.

Ob die KI Termine direkt im Kalender bucht oder als Terminwunsch weitergibt, hängt davon ab, ob Ihr Terminsystem angebunden werden kann. Beides ist möglich.

Ablauf der Einführung in Ihrer Praxis

  1. Kostenloses Erstgespräch: Wir besprechen Ihre Anrufgründe, Sprechzeiten, Teamaufteilung und Ihre aktuelle Telefonanlage.
  2. Regeln festlegen: Gemeinsam bestimmen wir, welche Anliegen die KI aufnimmt, welche sie direkt durchstellt und wie Notfälle behandelt werden.
  3. Gesprächsabläufe einrichten: Rezeptanfragen, Terminwünsche, Überweisungen und organisatorische Fragen erhalten eigene Abläufe in der Sprache Ihrer Praxis.
  4. Anbindung und Test: Wir übernehmen die Anbindung an Ihre bestehende Telefonanlage per Rufumleitung oder SIP, Ihre Rufnummer bleibt erhalten. Die Weitergabe an das Team erfolgt je nach Möglichkeit über Ihr Terminsystem, eine Aufgabenliste oder strukturierte E-Mails. Danach testen wir mit realistischen Anrufen.
  5. Start und Feinschliff: Wir werten die ersten Gespräche aus und passen Fragen und Weiterleitungen an Ihren Praxisalltag an.

Datenschutz und Schweigepflicht

Am Praxistelefon werden Gesundheitsdaten genannt. Diese gehören nach Art. 9 DSGVO zu den besonders geschützten Daten, zudem gilt die ärztliche Schweigepflicht. Deshalb setzen wir bei Arztpraxen auf diese Grundsätze:

  • Hosting in Deutschland: Gesprächsverarbeitung und Speicherung erfolgen auf Servern in Deutschland.
  • Verschwiegenheitsverpflichtung: § 203 StGB erlaubt die Einbindung externer Dienstleister, wenn diese zur Verschwiegenheit verpflichtet sind. Diese Verpflichtung übernehmen wir für Ihre Praxis.
  • Datensparsamkeit: Die KI fragt nur ab, was für das Anliegen nötig ist, und erfragt keine Symptome über eine Notfallprüfung hinaus.
  • Keine Auskünfte am Telefon: Befunde, Diagnosen oder Laborwerte werden von der KI nicht herausgegeben.
  • Transparenz: Die Begrüßung lässt sich so einrichten, dass Patienten zu Beginn des Gesprächs erfahren, dass sie mit einer KI sprechen.

Mehr dazu: Datenschutz bei der KI-Telefonanlage

Kostenfaktoren für Arztpraxen

Die Kosten richten sich nach dem Telefonaufkommen und der Organisation Ihrer Praxis:

  • Anrufvolumen: Wie viele Anrufe gehen täglich ein, besonders in den Stoßzeiten am Morgen?
  • Praxisform: Einzelpraxis, Gemeinschaftspraxis oder MVZ mit mehreren Fachrichtungen und Standorten.
  • Umfang der Abläufe: Nur Anrufannahme und Sortierung oder zusätzlich Terminbuchung und Rezeptanfragen?
  • Integrationen: Soll die KI an Ihr Terminsystem oder Ihre Praxissoftware angebunden werden?
  • Sprachen: Sollen Patienten auch in anderen Sprachen betreut werden?

Eine KI-Telefonanlage ist bis zu 15x günstiger als ein Mensch, der dieselben Anrufe annimmt und verteilt. Was das für Ihre Praxis bedeutet, rechnen wir im kostenlosen Erstgespräch durch.

Häufige Fragen von Arztpraxen

Darf eine KI in der Arztpraxis ans Telefon gehen?

Ja, wenn Datenschutz und ärztliche Schweigepflicht gewahrt bleiben. Dazu gehören die Verpflichtung des Dienstleisters zur Verschwiegenheit nach § 203 StGB, ein sorgfältig gewählter Hosting-Standort und ein klar begrenzter Datenumfang. Wir übernehmen die Verschwiegenheitsverpflichtung und setzen auf Hosting in Deutschland. Außerdem sollten Patienten erkennen können, dass sie mit einer KI sprechen.

Wie erkennt die KI einen medizinischen Notfall?

Wir hinterlegen gemeinsam mit Ihnen Warnhinweise, bei denen die KI nicht weiter nachfragt, sondern sofort auf den Notruf 112 verweist, zum Beispiel Brustschmerzen, Atemnot oder Lähmungserscheinungen. Die KI stellt dabei keine Diagnose. Sie ist so eingerichtet, dass sie im Zweifel lieber einmal zu oft auf den Notruf verweist.

Kann die KI direkt Termine in unserem Kalender buchen?

Ja, wenn sich Ihr Terminsystem anbinden lässt. Dann bucht die KI freie Termine direkt im Kalender nach Ihren Regeln, etwa getrennt nach Akutsprechstunde und Vorsorge. Ist keine Anbindung möglich, nimmt die KI den Terminwunsch mit Zeitraum und Anlass auf, und Ihr Praxisteam bestätigt ihn gesammelt. Welche Variante passt, klären wir im Erstgespräch.

Was passiert mit Rezeptbestellungen?

Die KI erfasst Name, Geburtsdatum, Medikament, Stärke und ob ein E-Rezept oder eine Abholung gewünscht ist. Die Anfrage geht gesammelt an Ihr Praxisteam zur ärztlichen Freigabe. Die KI entscheidet nie selbst über eine Verordnung, sie sorgt nur dafür, dass alle nötigen Angaben vollständig vorliegen.

Werden Anrufe von Kliniken oder Laboren anders behandelt?

Ja. Die KI fragt zu Beginn, wer anruft. Kliniken, Labore, Apotheken, Pflegedienste oder Kollegen aus anderen Praxen werden nach Ihren Vorgaben bevorzugt an das Praxisteam durchgestellt oder erhalten eine eigene Rückrufliste. So gehen wichtige Rückfragen aus Klinik oder Labor nicht zwischen den vielen Patientenanrufen unter.

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Im kostenlosen Erstgespräch sehen wir uns Ihr Telefonaufkommen und Ihre Abläufe an und zeigen, wie die KI-Telefonanlage Ihr Praxisteam am Telefon entlasten kann.

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